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Lothringen im Schatten des 17. Jahrhunderts

Lothringen im Schatten des 17. Jahrhunderts

Die Geschichte Lothringens im 17. Jahrhundert ist geprägt von den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges und der nachfolgenden Konflikte zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Besonders in kleineren Ortschaften zeigen sich diese Ereignisse bis heute in regionalen Überlieferungen und familiengeschichtlichen Spuren. Drei Orte stehen exemplarisch für diese bewegte Zeit: St. Avold, Saarbrücken und die umliegenden Dörfer im Raum Wilhelmsbrunn und Creutzwald.

Hörselgau 1638: Grausame Fälle

Hörselgau 1638: Grausame Fälle

Im Rahmen meiner Ahnenforschung habe ich im evangelischen Kirchenbuch von Hörselgau, einem Ort im heutigen Thüringen, geblättert. Zwischen den Einträgen zu Taufen, Trauungen und Sterbefällen fand ich eine Notiz, die mich innehalten ließ. Dort steht, knapp und ohne Umschweife, dass zwei Menschen Selbstmord begangen haben. Und weiter: „Sie wurden ohne Zeremonie begraben.“ Mehr nicht.

Ungelöste Spannungen der Nachkriegsordnung

Ungelöste Spannungen der Nachkriegsordnung

Die Geschichte zeigt, dass politische Friedensverträge nur dann stabil sind, wenn sie als gerecht empfunden werden. Die Grenzregelungen in Westpreußen erfüllten diesen Anspruch aus Sicht vieler Betroffener nicht. Sie führten zu anhaltenden Reibungen, zu wirtschaftlichen Problemen und zu einer Vertrauenskrise zwischen Staaten, die ohnehin um ihre Stabilität rangen. Rückblickend erscheint es naheliegend, dass ein solches Fundament nicht dauerhaft tragen konnte.

Ein besonderer Fund im Kirchenbuch von 1670

Ein besonderer Fund im Kirchenbuch von 1670

Wer genealogische Quellen durchforstet, erwartet in einem Kirchenbuch in der Regel nüchterne Einträge: Taufen, Trauungen, Sterbefälle, manchmal auch Randnotizen des Pfarrers. Umso erstaunlicher war für mich der Fund in einem thüringischen evangelischen Kirchenbuch des Ortes Hörselgau aus dem Jahr 1670.

Rhetorik zum 1. Weltkrieg?

Rhetorik zum 1. Weltkrieg?

Die kritische Sichtweise wäre also: Wenn man nur die deutsche Propaganda liest, entsteht ein Zerrbild. Man übersieht, dass auch die anderen Nationen ihr Volk mit denselben Begriffen – Ehre, Opfer, Einheit, Pflicht, göttlicher Beistand – in den Krieg führten. Im Ergebnis standen sich nicht nur Armeen gegenüber, sondern auch Spiegelbilder rhetorischer Selbstinszenierung.

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